Die Innovationsmeile Bernburg ist ein städtisches, vom Bund gefördertes Projekt. Ziel des Projektes ist die Transformation der innerstädtischen Hauptachse zur Innovationsmeile. Diese erstreckt sich von der Lindenstraße über die Poststraße, Wilhelmstraße, Saalplatz und Markt bis zum Ende der Breiten Straße und verbindet auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern zwei durch die Saale getrennte Stadtteile.

Durch aktives Management sollen eine neue Stadtentwicklungskultur über Schlüsselprojekte erlebbar gemacht, Stadtteile zusammengeführt und Leerstand beseitigt werden. Im Zusammenspiel der stadtgestaltenden Akteure soll eine produktive, informelle Eigendynamik über das Jahr 2025 hinaus entwickelt werden.

Übersicht der Innovationsmeile Bernburg:

Für eine bessere Übersicht wurden zunächst die Gebäude der Meile digital nachgebaut. Mit dieser Grundlage können nun jedem einzelnen Objekt beliebige Informationen und Eigenschaften, zum Beispiel Leerstand, Ladenbesatz, Detailinformationen oder Bilder zugeordnet werden.

Fragen & Antworten zur Innovationsmeile Bernburg

Der Begriff der Innovationsmeile ist selbstverständlich kein natürlich gewachsener Bernburger Wortlaut. Aber was ist denn eigentlich die Innovationsmeile und worum geht es dabei überhaupt? Die folgenden FAQs mit den zugehörigen Antworten sind dazu da, um grundlegende Fragen zu klären und Hilfestellungen zu geben. Sollten noch weitere Fragen offen sein, können diese jederzeit gerne über das Kontaktformular gestellt werden.
Für was steht die Innovationsmeile Bernburg?
Um es ganz kurz und ohne viel Beamten-Sprech zu sagen: Bernburg hat sich für ein Förderprogramm beworben. Im Rahmen des Programmes „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wurden hier Gelder beantragt, welche über verschiedene Projekte zur Belebung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beitragen sollen.

Hierfür musste jedoch ein Bereich in der Stadt definiert werden – das war unsere Hauptachse:

Lindenstraße – Poststraße – Wilhelmstraße – Saalplatz – Markt – Breite Straße

Diese Strecke ist vom Anfang bis zum Ende circa 1600m lang – und da hier in den nächsten Jahren diverse Ideen umgesetzt werden sollen, wurde es dann die Innovationsmeile. Ob sich dieser Arbeitstitel im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen wird, bleibt jedoch abzuwarten.

Was bedeutet Citymanagement?
Dieser etwas nach 90er-Jahre klingende Begriff vereint in der Praxis sehr viele Maßnahmen zur Belebung und Attraktivitätssteigerung von Innenstädten. Das Citymanagement ist ein Teilbaustein des Förderprogramms ZIZ und befasst sich im Wesentlichen mit folgenden Aufgaben:

  • Leerstands-Bekämpfung in der Innenstadt
  • Akquise von Gründern und vermitteln von Ladenlokalen
  • Schnittstelle zwischen Händlern, Einwohnern und Verwaltung
  • Ansprechpartner für Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge
  • Konzeptentwicklung zur Steigerung der Aufenthaltsqualität
  • Digitalisierung der Innovationsmeile (Branchenmix, Mietobjekte, Parkmöglichkeiten…)

Zu den einzelnen Punkten gibt es jeweils auch noch ein paar erklärende Worte.

Wie soll der Leerstand in Bernburg bekämpft werden?
Wie soll man nun effektiv den über die Jahre gewachsenen Leerstand bekämpfen? Hier verfolge ich zwei Ansätze:

  • Zum einen muss die Aufenthaltsqualität gefördert werden – wo sich Menschen (also Zielgruppen) aufhalten, siedeln sich mittelfristig selbstverständlich auch wieder Unternehmungen an, welche besagten Zielgruppen ein Angebot machen möchten.
  • Der andere Punkt betrifft das gezielte Fördern von Existenzgründern – beachten Sie bitte hierzu den folgenden Punkt.
Wie sollen Gründern akquiriert und Ladenlokale vermittelt werden?
Es besteht die Möglichkeit, für einen zu definierenden Zeitraum die Nettokaltmiete für Neugründungen auf der Innovationsmeile zu übernehmen. Dies soll dem Gründer die Möglichkeit geben, sich voll und ganz auf den Aufbau seines Geschäftes zu konzentrieren – die eingesparten finanziellen Mittel wären in zusätzlicher Werbung oder weiterer Ausstattung sehr gut angelegt. Voraussetzung einer möglichen Förderung sind jedoch folgende Dinge.

Der Gründer muss:

  • zur Belebung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beitragen
  • sich zwingend auf der Innovationsmeile befinden
  • realistische Aussicht auf Weiterführung nach Ende der Förderung haben
  • den bestehenden Branchenmix sinnvoll ergänzen oder erweitern
Welche Vermittlungsrolle spielt der Citymanager zwischen Händlern, Einwohnern und Verwaltung?
Ein in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsenes Phänomen ist wirklich überall zu beobachten: Es wird viel übereinander, aber kaum miteinander gesprochen – Hemmnisse in der Kommunikation verstetigen sich immer mehr und ein Austausch findet nur noch rudimentär statt. Deshalb muss man hier ansetzen.
Das Citymanagement bietet jedem die Möglichkeit der Vermittlung. Ob es sich um Anbahnungen zu Kooperationen handelt oder Interessenten mit Vermietern oder Eigentümern zusammengebracht werden sollen, perspektivisch schlummert im Netzwerk „Citymanagement“ ein enormes Potenzial für jeden Beteiligten!
Ist der Citymanager der Ansprechpartner für alle Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge?
Ich begreife das gesamte Projekt als Möglichkeit, jedem interessierten Bernburger Teilhabe und Mitsprache zu ermöglichen. Und ja, es wird keine reine „Wünsch dir was“-Veranstaltung, aber: Wenn sich für einzelne Projekte, Maßnahmen oder Ideen Mehrheiten finden, werden diese (grundsätzliche Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit vorausgesetzt) auch angegangen.

Jeder, der möchte, ist angehalten, seine Vorstellungen, Ideen und Anregungen an mich heran zu tragen. Zu diesem Zweck gibt es in meinem Büro jeden Dienstag und Donnerstag ohne Voranmeldung von 14.00 bis 19.00 Uhr die offene Tür.
Eure Vorstellungen, Interessen und Anregungen werden dann entsprechend von mir aufbereitet, wenn nötig auch konzeptionell, nötige Informationen hole ich mir ein und anschließend setze ich mich mit den dafür erforderlichen Akteuren in Verbindung.

Flankiert wird das Ganze immer durch eine transparente Dokumentation in den sozialen Netzwerken, meiner Website und Berichterstattung in den lokalen Medien.

Wie entsteht das Konzept zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in Bernburg?
Die Steigerung der Aufenthaltsqualität ist die zentrale Aufgabenstellung. Nur eine interessante, zum Verweilen einladende Innenstadt wird von den Einwohnern häufig und gern besucht werden. Hier spielen in erster Linie das persönliche Sicherheitsempfinden und die gebotenen Möglichkeiten für Einkauf, Besuch von Veranstaltungen, Inanspruchnahme von Dienstleistungen und der schlichte urbane Rahmen (Bepflanzung, Stadtmöblierung usw.) eine entscheidende Rolle. Die Stadt muss einfach „den Weg wert sein“.

Die Ideen zu solchen Vorhaben und Projekten speisen sich zum Teil aus eigenen Überlegungen und natürlich auch aus den Vorschlägen der Einwohner. Die Teilhabe spielt hier die wohl wichtigste Rolle. Man muss die Leute fragen, was sie wollen: Welche Maßnahme empfindet Ihr als wichtig und sinnvoll? Nur so wird es funktionieren.

Wird die Bernburger Innovationsmeile auch digital erlebbar?
Ein ganz wichtiges Thema heutzutage ist die Digitalisierung. Ziel ist es, alle relevanten Informationen der Hauptachse so unkompliziert wie möglich an den Mann zu bringen.

Für den Besucher zum Beispiel:

  • Branchenverzeichnis* mit Filter-Funktion (z.B. nur Modegeschäfte oder Restaurants anzeigen)
  • Übersichtsplan ggf. mit eigenem Live-Standort
  • Anzeigen von Sitzmöglichkeiten
  • Anzeigen von Parkflächen
  • Wo finde ich Toiletten?
  • Welche Haltestellen gibt es? Abrufbare Fahrpläne?
  • Gibt es Veranstaltungen im Bereich der Hauptachse?
  • Weitere Nachverdichtung an Informationen erwünscht…

 

Für Geschäftsleute gibt es dann auch einen Bereich. Hier werden Informationen abrufbar sein:

  • Für Interessenten und potenzielle Gründer gibt es eine zentrale Leerstands-Übersicht mit ersten Informationen zu den Ladenlokalen und Bildern
  • Für die niedergelassenen Unternehmen besteht die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Detailinformationen zum Angebot, Öffnungszeiten, Bilder des Geschäftes, Kontaktinfos…

 

Alles in allem eine Gesamtübersicht des betreffenden Bereiches der Stadt. Ein Fernziel wäre ein schrittweiser Ausbau und die Erweiterung auf das restliche Stadtgebiet. So würde sich ein Mittelzentrum wie Bernburg zentral digitalisiert in allen Bereichen (Wirtschaft, Tourismus, Einkaufen, Lebensqualität usw…) darstellen lassen. Das Ganze wäre auch beliebig auf alle gewünschten Teilbereiche erweiterbar.

Hast du noch Fragen? Dann schreibe mir!

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